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Das Theater im Bahnhof wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst über den Landesverband Amateurtheater Baden Württemberg e.V.

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Geschlossene Gesellschaft
GeschGesellschaft0 Drama von Jean-Paul Sartre


Drei Personen, die im Leben einander nie begegnet sind werden nach ihrem Tod für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammensein. Mit "huis clos" bescherte uns Sartre ein Stück, dass wie kein anderes seine ein Jahr zuvor herausgegebene Arbeit "L'etre et le neant" (Das Sein und das Nichts) einem großen Kreis verständlich macht.

Die Inhalte seiner Existenzphilosophie kommen in "Geschlossene Gesellschaft" wie in keinem seiner Stücke zur Geltung. Wir erleben seine Philosopie hautnah. In ihre Hölle, die Abgeschlossenheit auf ewig, weist sie ein Kellner. Garcin, der Deserteur; Ines, die Lesbierin und Estelle, die ihrem Liebhaber das gemeinsame Kind tötete, verhören einander in schonungsloser Weise. Beziehungen lassen sich schwerlich herstellen, weil der andere immerwährend zusieht. Alles Persönliche fällt ab: "Sie haben mir sogar mein Gesicht weggenommen, Sie kennen es, und ich kenne es nicht". Man stellt sich der Situation: "Ich will meine Hölle wählen; ich will Sie mit offenen Augen ansehen". Sie müssen erkennen, dass nicht der Zufall sie zusammenbrachte. Garcin: "Ich sage euch, alles war vorgesehen... "Was für Albernheiten. Ein Rost ist gar nicht nötig, die Hölle, das sind die andern"
... Alle drei holten sich auf der Erde ihre Selbstbestätigungen bei ihren Mitmenschen, Garcin liebt sich von seiner Frau das Frühstück an's Bett bringen in dem er sich mit einer Mulattin bis zum späten Morgen vergnügte. Ines wurde Opfer ihres Hasses und ihrer Gier. Estelle erkannte kaum ihr böses Tun: "Er hat gemacht, was er wollte". Garcin: "Er hat sich eine Kugel durch den Kopf geschossen?" Estelle: "Das war Überhaupt nicht nötig; Mein Mann hat nie etwas gemerkt. Es ist schon geschehen... man ist schon tot... das Papiermesser hat keine Wirkung." Ines: "wir sind für immer zusammen." Garcin: "Also machen wir weiter."